Dass Politiker gut aussehen müssen, um gewählt zu werden ist bekannt. Doch neu wird auch wissenschaftlicher Sachverstand höher gewertet, wenn er eine hübsche Absenderin hat. Journalisten des Blick am Abend belegen den Trend. Auf der Titelseite des 14. November wird die Beurteilung zur Schulden- und Währungskrise deshalb Frau Wirtschaftsprofessorin Weder di Mauro überlassen, weil sie "schön" ist. Als ob deren Schönheit (welche ohnehin eine nicht objektivierbare Geschmacksache ist) in irgendeinem Zusammenhang mit ihrem Fachurteil stünde oder stehen müsste. Das Beispiel zeigt aber einen Trend in der Kommunikation: Nicht die Inhalte sind wichtig, sondern die Verpackung. Wer immer Kommunikationsstrategien bastelt, muss dem rundum noch höhere Bedeutung geben als früher. Wann wird die "schöne Schweizer Wirtschaftsweise" vom Blick zur "Miss Economy" gewählt? Montag, 14. November 2011
Über Obama und die Schönheit(en)
Dass Politiker gut aussehen müssen, um gewählt zu werden ist bekannt. Doch neu wird auch wissenschaftlicher Sachverstand höher gewertet, wenn er eine hübsche Absenderin hat. Journalisten des Blick am Abend belegen den Trend. Auf der Titelseite des 14. November wird die Beurteilung zur Schulden- und Währungskrise deshalb Frau Wirtschaftsprofessorin Weder di Mauro überlassen, weil sie "schön" ist. Als ob deren Schönheit (welche ohnehin eine nicht objektivierbare Geschmacksache ist) in irgendeinem Zusammenhang mit ihrem Fachurteil stünde oder stehen müsste. Das Beispiel zeigt aber einen Trend in der Kommunikation: Nicht die Inhalte sind wichtig, sondern die Verpackung. Wer immer Kommunikationsstrategien bastelt, muss dem rundum noch höhere Bedeutung geben als früher. Wann wird die "schöne Schweizer Wirtschaftsweise" vom Blick zur "Miss Economy" gewählt?
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